Kraft und Mystik erkennen...
Das Wissen um Sagenplätze steckt heutzutage meist nur mehr in alten Menschen, die wiederum von ihren Vorfahren spannende und schaurige Geschichten erzählt bekommen haben. Wenn wir diese Plätze aufsuchen, ist es anfangs nicht leicht Besonderheiten zu erkennen. Erst das Wissen um diese alten Geschichten erlebt die Phantasie und lässt die Kraft und Mystik von Sagenplätzen erkennen.
Die RUINE WILDENSTEIN
Die Burg ist eine Gründung des 11. – 12. Jahrhunderts, an der alten Eisenstraße durchs wildensteinische Holz gelegen, Sage Raubritterburg. Sie war die einzige Burg im Inneren Salzkammergut. Seit 1419 war Wildenstein der Sitz der kaiserlichen Pfleger. (Das Salzkammergut war seit 1311 Königsgut bzw. Herzogsgut, ein Staat im Staat). Wildenstein steht auf einem steilen Felssporn und besteht aus Hoch- und Niederburg, als sie im Jahr 1715 zum zweiten Mal abbrannte wurde sie dem Verfall preisgegeben. Die Sage erzählt, dass Wildenstein dereinst eine Raubritterburg war, und sie erzählt von einem verwunschenen Burgfräulein, das in der abgebrannten Burg auf Erlösung wartet. Nur ein Jüngling, der der Bedrohung durch einen neunköpfigen Drachen in einer Vollmondnacht standhält, kann das Burgfräulein erlosen und wird mit einem in der Ruine versteckten Schatz belohnt.
Geht man von der Ruine weiter Richtung Westen, kommt man zu der Teichwiese, hier waren die Fischteiche für die Burg Wildenstein. Die Ortschatz Lauffen soll durch einen geheimen unterirdischen Gang mit der Burg Wildenstein dereinst verbunden gewesen sein. Damals war Lauffen ein bedeutendes Handelszentrum.
Der BURGSTALLKOGEL
Burgartige Erhebung, die früher in Verbindung mit Lauffen und Burg Wildenstein stand, mit schöner Aussicht und Bildstock am Berggipfel, Sage. Hier sollen einmal die Pferde der Burg Wildenstein gegrast haben. Heute ist es ein schöner Aussichtsplatz mit einem Bildstock. Die Sage berichtet darüber, als eins der Bischof von Salzburg fliehen musste, verbarg er auf seiner Flucht eine Muttergottesstatue am Burgstallkogel oberhalb des Höllbauern, Anzenau 6, und machte dabei ein Gelübde, in dieser Gegend eine Kirche zu bauen. Ein Hirte fand die Statue und brachte sie in seine Hütte, doch am nächsten Tag stand sie wider in Ihrer Nische, von wo er sie genommen hatte. Später erfüllte der Bischof sein Gelübte und baute eine Kirche in Lauffen, im Schatten es Berges, wo sich nun auch die Marienstatue befindet.
Das HÖLLENLOCH
Felsgrotte, in der Nähe von Lauffen, am Höllbach gelegen. Der Sage nach soll hier einer bildhübschen Förstertochter der Teufel in er Gestalt eines Weidmannes erschienen sein, sie mit kostbaren Geschmeiden überhäuft haben und das Mädchen letztendlich damit in die Höhle gelockt haben, wo sie manchmal am Höhleneingang sitzend Holzarbeitern freundlich gewinkt hat. Wenn diese ihr in die Höhle folgten, wo sie ihnen prachtvoll glänzende Steine zeigte, kamen die Holzarbeiter niemals mehr aus der Höhle zurück.
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