Das älteste Volksstück OÖ findet heuer das erste Mal in der Ischler Pfarrkirche statt.
26. Dezember 2011, 6., 7. und 8. Jänner 2012
Mit diesem Ortswechsel manifestiert sich ein beabsichtigtes „in die Glut der Tradition blasen“, ein sorgsamer Belebungsversuch eines volkskulturellen Schatzes.
Damit verbunden ist natürlich eine Anpassung des Spiels einerseits an die neue Spielstätte, andererseits an eine zeitgemäße Vermittlung. Dieser Gratwanderung zwischen Tradition (wir haben es immerhin mit dem ältesten Volksstück in OÖ zu tun) und verstehbarer Lebendigkeit sind sich die Veranstalter bewusst.
Das Ischler Krippenspiel besteht aus einer Abfolge von Ereignissen um die Geburt Christi.
Am Beginn wird in einer Art Rückschau das „Paradeisspiel“ sowie die Ankündigung der Geburt Christi durch die Propheten dargestellt. Der Verkündigung Mariens, dem Sehnen der Hirten nach dem Messias, der Herbergssuche und der Verkündigung am Hirtenfeld folgt die Geburt im Stall. Einer dramatische „Herodes-Szene“ folgt als Schlussbild die Anbetung des Kindes durch die Heiligen Drei Könige.
Das Spiel wird von den Hirten getragen, alle Hirten, Hirtenweiber und Hirtenkinder sprechen in altem Ischler Dialekt.