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Lehárfestival Bad Ischl

aus der zukunft kommt ein fluss

Barbara Buttinger-Förster – Malerei
Juanita Schmalnauer - Textile Arbeiten

20. Jänner 2012 bis 17.02., Galerie RYTMOGRAM - Landesmusikschule Bad Ischl

Ab 20.1.2012 zeigen die Galerie Rytmogram und die Galerie "Im anderen Licht" in der Landesmusikschule die Ausstellung „aus der zukunft kommt ein fluss“

Die Ausstellung in der Galerie "Im anderen Licht" ist in besonderer Weise von der stark anarchischen Gedankenwelt der Indianer Amerikas beeinflusst. Die Ischlerin Juanita
Schmalnauer
lebte vor 17 Jahren mit den Sioux- Indianern im Reservat in Süd Dakota, USA.
Sie begann dort mit der Herstellung indigener Artefakte und lernte auch viel über die Sternendecken und wie sie gemacht werden. Bald durfte sie beim Steppen der Decken helfen und schließlich half sie bereits beim Nähen der begehrten Sternendecken, bis ihr das selbsttätige Anfertigen dieser Decken anvertraut wurde. Heute stellt sie diese Decken mit
Erlaubnis von Chief Lame Deer in Bad Ischl her. Von hier aus werden sie in alle Welt versandt.

In der Galerie RYTMOGRAM zeigen wir Barbara Buttinger-Förster, deren Arbeit unter ein Zitat von Antonin Artaud gestellt wird:" .... Denn so seltsam es ist, der Mensch, der doch nicht weiß, woher er stammt, kann sich
gerade seines Nichtwissens, dieses gleichsam URSRÜNGLICHEN Nichtwissens bedienen, um in Erfahrung zu bringen, wohin er gehen muss. Dabei unterstützt ihn der Empirismus ...das heißt, die heilsame, fruchtbare Anwendung seiner unermüdlichen Phantasie .... "

Die Künstlerin verlangt in ihrem Bildschaffen eine stark meditative Auseinandersetzung. Der Betrachter ist eingeladen, sich mit seiner Umwelt und seinen Beziehungen zu den
Mitmenschen auseinander zu setzen. Bildtitel wie „Mann und Frau“, „Das neue Gesicht“, „Engel und Paar“, „Für meine tote Katze“ …) verweisen auf die besondere Gedankenwelt von
Buttinger-Förster.
Die Künstlerin hat in Florenz an der Accademia di Belle Arti Malerei studiert. Zurück in Linz, widmete sie sich der Ausbildung zur Bildhauerin bei Erwin Reiter. Als prägend bezeichnet sie
auch die von ihr besuchten Workshops auf der Sommer-akademie in Salzburg. Schließlich fand sie zu ihrem sehr ausdrucksvollen und äußerst individuellem Oeuvre, das einerseits von einer starken graphischen Komponente geprägt ist, andererseits aber sehr zarte, transparente Farbtöne verwendet. Sie reduziert in ihren Darstellungen die menschliche
Figur und insbesondere das Gesicht auf ein Minimum. Trotzdem sind es besonders die Augen – also der Blick – die in ihren Arbeiten eine zentrale Rolle spielen, wobei sie auf eine
anatomisch richtige Anordnung keinen Wert legt. Die Aussage und die Komposition stehen im Zentrum ihres Werkschaffens. Sie sagt zu ihrer Arbeit: „Die Kunst wird mir unter anderem
immer mehr zum Werkzeug, Welten zu erkunden, welche über Zeit und Raum hinausreichen.“

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