Das Wissen um die Kraft der Plätze...
Auf sakralen Plätzen findet man heutzutage meistens christliche Baudenkmäler wie Kirchen, Klöster, Kapellen oder Bildstöcke. Die Christen nutzten meist Plätze, die schon ältere Kulturen für besondere oder für sie heilige Zeremonien genutzt haben. Klöster und Kirchen, z.B. wurden gerne auf Ruinen von römischen Fundamenten errichtet. So hat sich das Wissen um die Kraft mancher Plätze im Laufe der Jahrhunderte kontinuierlich übertragen und wurde für Baudenkmäler genutzt.
Das SCHLÜSSELLOCH
Alter Kultplatz mit Marienstatue und starken Strahlungsplatz, im Winter Eisverhang, Zimnitzgeist-Sage. Lohnenswerter Spaziergang auf bequemer Forststraße entlang des Zimmnitzbaches. Vorbei an der Trefferwand, einem uralten Kultplatz, gelangt man zu der in einer Felsnische stehenden, stets mit Blumen geschmückten Marienstatue. Die Felsnische heisst auch Schlüsselloch. Hier kann man der Sage nach die Wand aufsperren, wenn man lauteren Sinnes ist, denn hier haust der Zimmnitzgeist, der die Lebenspflänzchen der Menschen des Ischlerlandes bewacht und behütet. Diese vom Wasser stark berieselte Wand ist auch in strengen Wintern wegen ihres Eisvorhanges (Eiskapelle) sehenswert. Die Enge Zimmnitzschlucht ist auch ein sehr starker Strahlungsplatz und man kommt am Weiterweg an Wasserfällen vorbei. Der Weg endet bei der Eiskapelle, einen vom Lawinenschnee der Zimmnitz bebildete Höhle. Dieser Weiterweg ist allerdings nur für Schwindelfreie zu empfehlen. Der Name Zimmnitz kommt aus dem Slawischen und ist zusammen mit dem Bauernhaus Gawanz in der Lindau (altes Bauernhaus, das auch einen bei ns sehr seltenen Erdstall besessen hat) der im Ischlland westlichste Punkt mit slawischen Ortsbezeichnungen.
Der EINSIEDLERSTEIN
Auf halber Höhe am Weg zum Siriuskogl, Findlingsblock mit Versteinerungen, ein Relikt aus der Eiszeit. Ein Zeuge aus einer Zeit in der das Ischler Talbecken noch einer hochalpinen Gletscherlandschaft glich. Nach dem Abschmelzen des Traungletschers blieb ein auf ihm transportierter Felsblock als „Einsiedler“ auf dem Siriuskogl zurück.
Der KALVARIENBERG ISCHL
Bergkirche geomantisch ausgerichtet, auf Wasserader erbaut um 1704. Sie ist nach der Kalvarienbergkirche in Traunkirchen die zweitälteste Bergkirche im Salzkammergut.
2 KAPELLEN in der ENGLEITEN
auf besonderen Strahlungspunkten stehend und ebenfalls an der alten Eisenstraße, die über St. Gilgen nach Salzburg führte, gelegen. Beide Kapellen stehen auf derselben Wasserader wie die Kalvarienbergkirche in Ischl. Die Kapelle erreicht man über die schöne schattige Strasse (Engleithenstrasse) durch die Kaltenbachau, die vorbei am Kaiserjagdstandbild nach Lauffen führt. Die Strasse, die von der Engleithen nach der Ruine Wildenstein abzweigt wird Römerstrasse genannt.
Die MARIA im SCHATTEN
Wallfahrtskirche, mit einer 1,26 m hohen, gotischen Marienstatue der viele Wunder nachgesagt werden. Erste Erwähnung der Kirche um 1344. Lauffen wurde bereits 1275 zum Markt erhoben. Durch seine Lage am Wilden Lauffen, den Stromschnellen der Traun, wurde es bereits im Hochmittelalter zu einem bedeutenden Umschlagplatz für Salz, später auch für Eisen. Aus dieser Zeit stammen auch die beiden heute als Pestsäulen bezeichneten Grenzsteine. früher wurde auf der Goiserer Seite stehende von den Traunschiffern als „Gottsnam-Stoa“ bezeichnet, hie empfahlen sich sich dem Schutz Gottes bei der gefährlichen Fahrt durch die Stromschnellen.
Die BERKKAPELLE in PERNECK
Vom Ischler Salzbergwerk aus in einer ¼ Sunde Gehzeit zu erreichen. 1747 für die Bergknappen erbaut, alljährlich Messe und Bergfest. Von hier aus ist über 1.000 Stufen die Reinfalzalm zu erreichen, wo bis 1563 Eisenbergbau betrieben wurde. Die Reinfalzalm ist ein wunderschöner Naturplatz am Weg zur im Sommer bewirtschafteten Hoisenradalm, wo sich Lamas und Ziegen tummeln und zur ebenfalls bewirtschafteten Hütteneckalm mit berühmtem Dachsteinblick.
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