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Die Habsburger und Bad Ischl

Die Eltern des späteren Kaisers, Franz Karl und Sophie von Bayern waren ohne Kindersegen. Auf Anraten ihres Arztes nahmen sie die Mineralsolebäder in Bad Ischl. Diese waren so erfolgreich, dass sich daraufhin der erste Nachwuchs einstellte: Der 1. Sohn war der spätere Kaiser Franz Joseph. Er und seine Brüder wurden daher die Salzprinzen genannt, weil sie dem Ischler Salzwasser das Leben verdankten.

Im Jahre 1853 kam Sisi mit 15 1/2 Jahren, damals noch als Sisi von Possenhofen, in Begleitung ihrer Schwester Helene nach Ischl, die ausersehen war, ihren Cousin, Kaiser Franz Joseph zu heiraten; dieser jedoch verliebte sich in deren Schwester Sisi und die offizielle Verlobung wurde am 18. August, seinem Geburtstag bekannt gegeben. Das Haus Austria, in dem die historische Verlobung stattfand, ist heute das Stadtmuseum Bad Ischls - in den historischen Verlobungsräumen befindet sich das Standesamt, wo auch so genannte 'Sissi Hochzeiten' gefeiert werden. Nach der Hochzeit im Jahr 1854 kamen der Kaiser und Elisabeth jährlich nach Ischl. Von den Eltern des Kaisers (Erzherzog Karl und Erzherzogin Sophie - die Schwester von Elisabeths Mutter Ludovika) erhielten sie als Hochzeitsgeschenk die Kaiservilla. Die Villa Eltz wurde in Form eines 'E' wie 'E-lisabeth' ausgebaut.
Weiters wurde für Elisabeth das zauberhafte Marmorschlössl im englischen Cottagestil errichtet. Dieses Teehaus der Kaiserin beherbergt heute das Photomuseum des Landes Oberösterreich.
Unter den zahlreichen Gedichten, die Elisabeth geschrieben hat, finden sich mehrere mit dem Titel 'Der Zauberberg' - damit ist der Jainzenberg in Bad Ischl oberhalb des Kaiserparks gemeint, den sie immer wieder erklomm, am Gipfel ihre Sonnenbäder nahm und dort nach eigenen Aussagen ihre besten poetischen Einfälle hatte.
Ischls berühmte Konditorei Zauner, schon vor der kaiserlichen Präsenz in Ischl gegründet, wurde k.u.k. Hoflieferant und darf sich rühmen, die Kaiserin Elisabeth als Gast gesehen zu haben. Der Zauner lieferte später auch den Guglhupf an Katharina Schratt, die Seelenfreundin des Kaisers, wenn sie sich in Ischl in ihrer Villa unweit der Kaiservilla aufhielt. Die Villa Schratt birgt heute ein Gourmet Restaurant und eine kleine Pension im Nebenhaus.

Und im Gasthaus Rettenbachmühle bei Bad Ischl wurde der Legende nach das erste Mal eine weitere köstliche Mehlspeise für Kaiser Franz Joseph zubereitet - der Original Ischler Kaiserschmarrn.